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Witten-Stockum/Düren – Stadtteilporträt, Lagen und Preise

Breites Fachwerkhaus mit hellen Klappläden und Blumenkasten über der Haustür, davor eine Stützmauer aus Bruchstein mit weißem Geländer.
Fachwerkhaus an der Himmelohstraße in Witten-Stockum. Foto: Reclus, CC0 1.0 (Public Domain Dedication), via Wikimedia Commons

Christian Gottschling · Immobilienmakler nach § 34c GewO · Stand

Weißt du, ob dein Haus amtlich in Stockum oder in Düren steht? Die Stadt führt beides als einen Stadtteil mit 6.140 Einwohnern. Beim Bodenrichtwert liegen zwischen beiden Namen 125 Euro je Quadratmeter: Düren kommt im Median auf 215 Euro, die Stockumer Heide auf 340 Euro.

Witten-Stockum/Düren auf einen Blick

Kennzahlen zu Stockum/Düren, Stand 01.01.2026
KennzahlWert
Einwohner6.140
Veränderung im vergangenen Jahr−24
Postleitzahl58454
Richtwertzonen Wohnbauland13
Bodenrichtwert Median300 €/m²
Bodenrichtwert unteres Zehntel252 €/m²
Bodenrichtwert oberes Zehntel330 €/m²
Niedrigste Zone220 €/m²
Höchste Zone350 €/m²
Amtliche Lageeinstufungmittlere bis gute Lage
Veränderung seit dem Vorstichtag+15,4 %
Nettokaltmiete Bestand4,80 – 7,75 €/m²

Quelle: Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026, Vorstichtag 01.01.2022. Einwohner: Stadt Witten, Statistikstelle, Stand 31.12.2025. Mieten: Wittener Mietspiegel 2025.

Warum der kleinste Stadtteil am stärksten zugelegt hat

15,4 Prozent mehr Bodenwert seit dem Vorstichtag: Das ist der größte Sprung aller sieben Stadtteile, vor Rüdinghausen mit 14,8 und Bommern mit 10,6 Prozent. Der Median stieg von 260 auf 300 Euro je Quadratmeter.

Der Grund ist kein Geheimnis. Der Stadtteil liegt direkt an der Dortmunder Stadtgrenze, und wer in Dortmund arbeitet, bekommt hier für dasselbe Geld mehr Grundstück. Rund 40 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt, 55,3 Prozent der prägenden Straßenabschnitte liegen in überdurchschnittlicher Grünlage.

Weites grünes Feld unter blauem Himmel mit Schäfchenwolken, am Horizont ein Waldrand, einzelne Wohnhäuser und ein Windrad.
Offene Feldflur beim Ortsteil Dorney in Witten-Stockum; rund 40 Prozent der Stadtteilfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Foto: Sebastian „sebrem“ B., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Für Eigentümer heißt das zweierlei. Der Wert des Grundstücks ist deutlich gestiegen, und das schlägt beim Verkauf durch. Auf den Gesamtpreis eines Hauses wirken die 15 Prozent Bodenvorteil aber nur mit rund 6 Prozent, weil das Gebäude in jedem Stadtteil gleich teuer ist.

Wie wohnt es sich in Witten-Stockum und Düren?

Ländlich, ruhig und mit dem Auto. Der Stadtteil ist der kleinste von Witten und gliedert sich in fünf statistische Bezirke: Düren-Nord, Düren-Süd, Stockum-Mitte, Dorney und Wilhelmshöhe.

Gebaut wurde überwiegend für Familien: Ein- und Zweifamilienhäuser, Siedlungen der Sechziger- und Siebzigerjahre, dazwischen landwirtschaftliche Hofstellen. Die Altersstruktur liegt über dem städtischen Schnitt, viele Häuser sind in erster Hand. Dazwischen stehen alte Fachwerkhäuser, einige unter Denkmalschutz wie das an der Straße Am Katteloh.

Fachwerkhaus mit rotem Ziegeldach und Schleppgaube, seitlich von Birken und Sträuchern gerahmt, davor eine gepflasterte Hofzufahrt.
Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus an der Straße Am Katteloh in Witten-Stockum. Foto: Reclus, CC0 1.0 (Public Domain Dedication), via Wikimedia Commons

Einen Bahnhof gibt es nicht, eine Straßenbahn auch nicht. Zwei Buslinien fahren in die Wittener Innenstadt und zur Technischen Universität Dortmund. Wer hier wohnt, fährt Auto – und wer hier verkauft, verkauft an jemanden, der das weiß und trotzdem kommt.

Zum Ortsbild gehört die evangelische Kirche in Stockum, deren Gemeinde seit über tausend Jahren urkundlich belegt ist. Dazu kommt die offene Kulturlandschaft, die in den Dortmunder Grüngürtel übergeht.

Welche Lagen gehören zu Stockum und Düren?

Vier Quartiere haben einen eigenen amtlichen Bodenrichtwert, und die Spanne dazwischen ist für einen Stadtteil dieser Größe ungewöhnlich groß.

Quartiere mit eigenem Bodenrichtwert in Stockum/Düren
QuartierZonenBodenrichtwert €/m²Nutzungsart
Stockumer Heide / Stockumer Bruch2330 – 350 (Median 340)Wohnbauland
Wilhelmshöhe1310Wohnbauland
Dorney2290 – 300 (Median 295)Wohnbauland
Düren3215 – 250 (Median 215)Wohnbauland

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026. Die amtliche Schreibweise des Stadtteils lautet Stockum/Düren; in den Geodaten erscheint nur Stockum.

Zwischen dem Stockumer Bruch mit 350 Euro und der Pferdebachstraße an der Sträterkampstraße mit 220 Euro liegen 130 Euro je Quadratmeter. Bei einem Grundstück von 700 Quadratmetern sind das 91.000 Euro – in einem Stadtteil, der in zehn Minuten durchquert ist.

Blick die Hörder Straße entlang mit parkenden Autos, Ladenlokalen im Erdgeschoss und Straßenbäumen auf beiden Seiten.
Die Hörder Straße bildet das Zentrum von Witten-Stockum; amtlich ist sie Misch- und Kerngebiet. Foto: grafkoks2002, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Zentrum an der Hörder Straße ist amtlich Mischgebiet mit 215 Euro je Quadratmeter. Für das Gewerbegebiet am Bebbelsdorf weist der Gutachterausschuss 55 Euro aus. Beide Werte haben mit dem Preis eines Wohnhauses nichts zu tun, tauchen aber in automatischen Rechnern gern als Stadtteilwert auf.

Was kostet der Quadratmeter in Stockum/Düren?

Eigentumswohnungen liegen zwischen 1.800 und 2.420 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, freistehende Häuser zwischen 2.460 und 3.600 Euro. Ein Einfamilienhaus kostet insgesamt zwischen 375.000 und 580.000 Euro – das ist die höchste Untergrenze aller sieben Stadtteile.

Teil A: die amtlichen Werte

Ein Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert eines Quadratmeters Boden in einer abgegrenzten Zone. Gemeint ist immer das unbebaute Grundstück, ohne das Haus darauf.

Bodenrichtwerte Wohnbauland im Stadtteil
KennzahlWert
Richtwertzonen Wohnbauland13
Median300 €/m²
Unteres Zehntel252 €/m²
Oberes Zehntel330 €/m²
Niedrigste Zone (Pferdebachstraße)220 €/m²
Höchste Zone (Stockumer Bruch)350 €/m²
Median am Vorstichtag260 €/m²
Veränderung seit dem Vorstichtag+15,4 %

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Wohnbauland, baureifes Land, Stichtag 01.01.2026, Vorstichtag 01.01.2022.

Kaufpreise nach Objektart im Stadtteil
ObjektartSpanneLeitwertEinheit
Eigentumswohnung1.800 – 2.4201.940€/m² Wohnfläche
Einfamilienhaus freistehend2.460 – 3.6002.880€/m² Wohnfläche
Einfamilienhaus, Gesamtpreis375.000 – 580.000490.000
Doppelhaushälfte1.900 – 4.0003.000€/m² Wohnfläche
Reihenmittelhaus2.420 – 2.9402.760€/m² Wohnfläche
Mehrfamilienhaus1.050 – 1.8801.260€/m² Wohn- und Nutzfläche
Baugrundstück252 – 330300€/m² Grundstück

Quelle: Grundstücksmarktdaten Nordrhein-Westfalen, Berichtsjahr 2025, und Grundstücksmarktbericht 2026 des Ennepe-Ruhr-Kreises mit der Stadt Witten. Das Preisniveau ist gesamtstädtisch belegt, die Umrechnung auf den Stadtteil läuft über den Bodenrichtwert. Eigene Auswertung.

Fünf amtliche Einzelwerte gibt es zusätzlich, und drei davon stehen in derselben Straße. Das macht sie zum besten Anschauungsmaterial, das die Wittener Daten hergeben.

Amtliche Immobilienrichtwerte in Stockum/Düren
LageArt€/m² WohnflächeWohnflächeBaujahr
Pflugweg / Roggenkamp / Dürener StraßeReihen- oder Doppelhaus2.900130 m²1982
Pleugerstraße / Rüggenstraße / DorneystraßeReihen- oder Doppelhaus2.850130 m²1969
Himmelohstraße / LeibreddestraßeEigentumswohnung, unvermietet2.25075 m²1969
HimmelohstraßeEigentumswohnung, unvermietet2.00065 m²1973
HimmelohstraßeEigentumswohnung, vermietet1.05063 m²1977

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Immobilienrichtwerte, Stichtag 01.01.2026. Fünf Werte sind kein Stadtteilpreis, sondern fünf nachprüfbare Punkte.

Zwei Wohnungen an der Himmelohstraße sind fast gleich groß, 63 und 65 Quadratmeter, und kaum vier Jahre im Baujahr auseinander. Die eine steht mit 1.050 Euro je Quadratmeter in den Daten, die andere mit 2.000 Euro. Der einzige nennenswerte Unterschied: Die günstigere ist vermietet.

Bei 64 Quadratmetern sind das rund 61.000 Euro. So viel kostet ein laufender Mietvertrag beim Verkauf an einen Selbstnutzer – kein Schätzwert, sondern die amtliche Zahl aus diesem Stadtteil.

Teil B — meine eigene Einschätzung. Keine amtliche Angabe.

Stockum und Düren sind zwei Märkte mit einem Namen. In den Stockumer Lagen zahlt ein Käufer für Ruhe und Grundstück, in Düren eher für ein bezahlbares Haus in Stadtnähe. Wer die beiden Teile gleich bewertet, liegt in einer Richtung immer falsch.

Meine Erwartung für die Vermarktung: Freistehende Häuser mit Garten in den Stockumer Lagen finden zügig Käufer, häufig aus Dortmund. Wohnungen sind hier die Ausnahme, und genau deshalb reagieren sie empfindlich auf den Preis – der Vergleichsmarkt ist klein.

Die Autoabhängigkeit ist Argument und Risiko zugleich. Solange die Käufergruppe mobil ist, spielt die fehlende Bahn keine Rolle. Bei älteren Interessenten, die bewusst ohne Auto planen, fällt der Stadtteil dagegen aus der Auswahl.

Ein Hinweis, der Geld wert ist: Bei Hofstellen und großen Grundstücken gehört vor das Inserat die Frage, was künftig gebaut werden darf. Diese Antwort steht im Bebauungsplan, nicht im Kopfrechnen – und sie verändert den Preis stärker als jede Küchenzeile.

Christian Gottschling geht vor einem modernen Gebäude in die Hocke und hält ein rotes Smartphone in der Hand
Einschätzung von Christian Gottschling, Immobilienmakler nach § 34c GewO. Keine amtliche Angabe.
Teil C — wie diese Zahlen entstehen

Grundlage sind die amtlichen Bodenrichtwerte und Kaufpreisauswertungen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten. Stichtag der Bodenrichtwerte ist der 01.01.2026, die Kaufpreise stammen aus dem Berichtsjahr 2025.

Gerechnet wird in drei Schritten. Erst die stadtteilscharfen Bodenrichtwerte, dann die amtlichen Durchschnittskaufpreise für Witten nach Baujahr. Zuletzt die Umrechnung auf den Stadtteil, und zwar nur über den Bodenanteil.

Bei 13 Zonen und zwei sehr verschiedenen Ortsteilen ist der Stadtteilmedian nur ein Ausgangspunkt. Für eine Bewertung zählt die Zone, in der dein Grundstück tatsächlich liegt.

Diese Werte sind Orientierungswerte für den Stadtteil, eine Bewertung deiner Immobilie ersetzen sie nicht. Was dein Haus wirklich wert ist, hängt von der Lage im Detail ab, dazu von Zustand, Ausstattung, Energieeffizienz und Grundriss. Der Gutachterausschuss schreibt dazu selbst: Die Bodenrichtwertübersicht stellt das Preisniveau dar, sie ist nicht für die Beurteilung eines Einzelfalls geeignet.

Die Daten stammen aus BORIS.NRW und den Grundstücksmarktdaten NRW, beide unter der Datenlizenz Deutschland Zero 2.0. Dazu kommt der Grundstücksmarktbericht 2026 unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Die Auswertung habe ich selbst gemacht.

Was ist deine Immobilie in Stockum/Düren wert?

Adresse, Wohnfläche, Baujahr, Zustand – mehr wird nicht gefragt. Weil Stockum und Düren beim Bodenwert 125 Euro je Quadratmeter auseinanderliegen, rechne ich mit dem Richtwert deiner Zone. Ergebnis innerhalb eines Werktags per E-Mail, kostenlos und ohne Vertrag. Das Werkzeug stellt der Dienstleister BOTTIMMO bereit. Mit deinem Klick startest du es. Vorher wird nichts geladen und nichts übertragen.

Das Online-Werkzeug lädt gerade nicht. Du bekommst dieselbe Auskunft auch von Hand – kostenlos und ohne Verpflichtung.

Anrufen: 0201 20 20 01 Oder über das Kontaktformular

Lieber persönlich? 0201 20 20 01 — die Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

Jede Zone mit Straßenbezug findest du unter Bodenrichtwerte in Stockum/Düren.

Was kostet die Miete in Stockum und Düren?

Zwischen 4,80 und 7,75 Euro je Quadratmeter nettokalt. Der mittlere Lageabschlag liegt bei 6 Cent, bei 15,8 Prozent der Straßenabschnitte mit schwacher Zentralität und 10,5 Prozent mit hoher Umweltbelastung.

Nettokaltmiete nach Baualtersklasse, qualifizierter Mietspiegel Witten
BaujahrBasismieteSpanne vonbis
bis 19075,85 €4,87 €6,90 €
1908–19295,75 €4,85 €6,53 €
1930–19495,88 €5,20 €6,56 €
1950–19646,04 €5,22 €6,81 €
1965–19795,91 €5,16 €6,78 €
1980–19896,04 €5,28 €6,85 €
1990–20186,75 €5,77 €7,81 €

Quelle: Wittener Mietspiegel 2025, qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB, Stadt Witten, gültig ab 01.07.2025. Alle Werte in Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt. Für Baujahre ab 2019 liefert der Mietspiegel keine Werte.

Mietwohnungen sind hier knapp, weil der Bestand aus Einfamilienhäusern besteht. Wer ein Haus vermieten will, bewegt sich außerhalb der Mietspiegel-Logik. Für Einfamilienhäuser rechnet der Gutachterausschuss mit 8,70 Euro je Quadratmeter marktüblicher Miete und einem Liegenschaftszins von 1,7 Prozent.

Daraus folgt eine unbequeme Wahrheit für Anleger. Ein Einfamilienhaus in guter Lage bringt als Kapitalanlage eine Bruttorendite von rund 3,3 Prozent, ein Mehrfamilienhaus im Bezirk dagegen 6,5 Prozent. Für Vermietung ist dieser Stadtteil selten die erste Wahl.

Wie du hier den passenden Mieter zur richtigen Miete findest, steht unter Wohnung vermieten in Stockum/Düren.

Fünf Fragen, die Käufer hier zuerst stellen

  1. Wie weit ist es zur Autobahn? Die A 44 und die A 45 tragen hier die Anbindung, nicht der Bus.
  2. Wie groß ist das Grundstück? In einem Stadtteil, dessen Fläche zu rund 40 Prozent landwirtschaftlich ist, erwartet der Käufer Platz.
  3. Wann wurde die Heizung erneuert? Bei Baujahren aus den Sechzigern und Siebzigern ist das die erste Rechnung, die aufgemacht wird.
  4. Wie ist die Schulsituation? Grundschule ja, weiterführende Schulen in Annen, Witten-Mitte oder Dortmund.
  5. Was darf hier gebaut werden? Bei Hofstellen und großen Flächen entscheidet der Bebauungsplan über einen erheblichen Teil des Preises.
Große Hofstelle mit rot-schwarzem Fachwerkgiebel und grün gestrichener Holzverkleidung, rechts anschließend ein langer Backsteinstall.
Kotten Spiekermann an der Himmelohstraße in Witten-Stockum – eine der landwirtschaftlichen Hofstellen im Stadtteil. Foto: Reclus, CC0 1.0 (Public Domain Dedication), via Wikimedia Commons

Wer diese fünf Antworten vor dem ersten Termin parat hat, verkürzt die Vermarktung spürbar. Und wer sie nicht hat, liefert dem Käufer fünf Gründe, den Preis zu drücken.

Verkaufst du eine Eigentumswohnung, lies Wohnung verkaufen in Stockum/Düren.

Was geht beim Verkauf in Stockum und Düren schief?

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung der beiden Ortsteile. Ein Haus in Düren mit dem Bodenwert der Stockumer Heide zu bewerten bedeutet 125 Euro je Quadratmeter zu viel. Bei 700 Quadratmetern sind das 87.500 Euro, die kein Käufer bezahlt.

Der zweite Fehler ist der vermietete Verkauf ohne Plan. Die Himmelohstraße zeigt in den amtlichen Daten, was ein laufender Mietvertrag kostet: 1.050 statt 2.000 Euro je Quadratmeter. Ob und wie sich daran etwas ändern lässt, gehört vor den Verkauf geklärt, nicht danach.

Der dritte Fehler ist der Zeitpunkt. Wer im Spätherbst startet, verkauft im Winter, und das dauert länger. Bei einem Haus, dessen stärkstes Argument Garten und Weite sind, kostet die falsche Jahreszeit sichtbar Geld.

Was mache ich und was bleibt bei dir?

Bei mir:

  • Unterlagen beschaffen: Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Wohnflächenberechnung
  • Bebauungsplan und Baulasten prüfen, besonders bei großen Grundstücken
  • Fotos bei Tageslicht, Grundriss gezeichnet, Exposé in zwei Tagen online
  • Anfragen beantworten, auch abends
  • Besichtigungen führen, in Blöcken statt einzeln
  • prüfen, ob der Käufer das Geld wirklich hat
  • Preis verhandeln, Notartermin vorbereiten und begleiten

Bei dir bleibt, was niemand abnehmen kann: die Entscheidung. Dazu der Ausweis für den Notartermin.

Du musst nicht wissen, in welcher Richtwertzone dein Haus liegt. Das schlage ich nach. Du musst auch keine Unterlagen suchen und kein Baujahr belegen.

Kommt kein Vertrag zustande, entsteht kein Courtageanspruch. Die Courtage wird erst mit der Unterschrift beim Notar fällig und beträgt bei Haus und Wohnung 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer je Seite. Bei Kapitalanlagen zahlt sie ausschließlich der Käufer, 4,76 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Du schießt nichts vor. Ersatz für Auslagen schuldest du nur, wenn das im Maklerauftrag ausdrücklich vereinbart ist. Dann steht es dort, bevor du unterschreibst. Ist dort nichts vereinbart, entsteht auch keine Auslagenforderung.

Termine bei dir vor Ort in Stockum/Düren.

Das Büro der GOTTSCHLING Immobilien GmbH steht an der Gemarkenstraße 37 in Essen, der Termin ist bei dir in Stockum oder Düren. Ein Telefonat von 15 Minuten reicht, um zu klären, in welcher Zone dein Grundstück liegt und was das für den Preis bedeutet.

Verkauf, Vermietung und Verwaltung aus einer Hand bietet dir dein Immobilienmakler in Witten.

Für wen sich das lohnt und für wen nicht

Er lohnt sich für dich, wenn:

  • du ein Grundstück mit Platz hast und Käufer aus Dortmund erreichen willst
  • dein Haus freistehend ist und in ordentlichem Zustand
  • du Zeit für eine saubere Vorbereitung hast und im Frühjahr starten kannst

Er ist schwieriger, wenn:

  • du eine vermietete Eigentumswohnung verkaufen willst – der Abschlag ist hier amtlich belegt und hoch
  • dein Haus an einer Durchgangsstraße liegt und Sanierungsstau hat
  • du auf Käufer ohne Auto hoffst, denn Bahn und Straßenbahn gibt es nicht

Drei Zahlen fassen den Stadtteil zusammen. 300 Euro je Quadratmeter Bodenrichtwert im Median, 15,4 Prozent Zuwachs seit dem Vorstichtag und 375.000 Euro Untergrenze für ein freistehendes Einfamilienhaus.

Häufige Fragen zu Immobilien in Witten-Stockum und Düren

Was kostet ein Quadratmeter Grund in Stockum und Düren?

Im Median 300 Euro, das ist der zweithöchste Wert in Witten. Die 13 Wohnbauzonen reichen von 220 Euro an der Pferdebachstraße bis 350 Euro am Stockumer Bruch. Das untere Zehntel liegt bei 252 Euro, das obere bei 330 Euro. Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026.

Ist Düren günstiger als Stockum?

Ja, und zwar deutlich. Die drei Dürener Zonen liegen bei 215 bis 250 Euro je Quadratmeter, die Stockumer Heide und der Stockumer Bruch bei 330 bis 350 Euro. Das sind 125 Euro Unterschied im Median. Bei 700 Quadratmetern Grundstück entspricht das 87.500 Euro, und deshalb gehört die Zone in jede Bewertung.

Warum sind die Preise hier so stark gestiegen?

Weil die Nachfrage aus Dortmund kommt. Der Bodenrichtwert stieg seit dem Vorstichtag um 15,4 Prozent, von 260 auf 300 Euro je Quadratmeter – der größte Sprung aller sieben Wittener Stadtteile. Ruhe, Grundstücksgröße und die Nähe zur A 44 und A 45 sind die Gründe, die Käufer in Gesprächen nennen.

Was ist mein Haus in Stockum wert?

Zwischen 375.000 und 580.000 Euro bei einem freistehenden Einfamilienhaus, im Leitwert 490.000 Euro. Je Quadratmeter Wohnfläche sind das 2.460 bis 3.600 Euro. Die Untergrenze ist die höchste aller Wittener Stadtteile, weil hier kaum kleine oder stark sanierungsbedürftige Objekte gehandelt werden.

Wie viel kostet mich ein Mieter beim Verkauf?

In diesem Stadtteil rund 61.000 Euro bei einer Wohnung von 64 Quadratmetern. An der Himmelohstraße stehen amtlich 1.050 Euro je Quadratmeter für eine vermietete Wohnung und 2.000 Euro für eine unvermietete. Größe und Baujahr sind fast gleich. Ob sich daran vor dem Verkauf etwas ändern lässt, hängt am Mietvertrag.

Lohnt sich hier eine Immobilie als Kapitalanlage?

Selten. Ein Einfamilienhaus bringt im Bezirk eine Bruttorendite von rund 3,3 Prozent, ein Mehrfamilienhaus dagegen 6,5 Prozent bei einem Rohertragsfaktor von 15,4. Der Bestand besteht hier fast nur aus Einfamilienhäusern. Für Vermietung ist Annen die bessere Adresse, für Wertstabilität dieser Stadtteil.

Wie lange dauert ein Verkauf in Stockum oder Düren?

Acht bis zwölf Wochen bei ordentlichem Zustand und realistischem Preis. Freistehende Häuser mit Garten gehen eher schneller, weil die Nachfrage aus Dortmund stabil ist. Wohnungen dauern länger, weil es im Stadtteil wenige gibt und der Vergleichsmarkt für Käufer entsprechend dünn ist.

Woher kommen diese Zahlen?

Aus drei amtlichen Quellen. Erstens den Bodenrichtwerten und Immobilienrichtwerten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026. Zweitens den Grundstücksmarktdaten NRW für das Berichtsjahr 2025. Drittens dem qualifizierten Mietspiegel der Stadt Witten. Alle drei sind öffentlich abrufbar.

Stand: 18.09.2026. Bodenrichtwerte und Kaufpreisauswertungen werden jährlich fortgeschrieben, meistens im Frühjahr. Den Stand findest du in der Quellenzeile unter jeder Tabelle.

Quellen

  • Bodenrichtwerte und Immobilienrichtwerte des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026, über BORIS.NRW (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
  • Grundstücksmarktdaten Nordrhein-Westfalen, Berichtsjahr 2025, über opengeodata.nrw.de (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0)
  • Grundstücksmarktbericht 2026 des Ennepe-Ruhr-Kreises mit der Stadt Witten (Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, www.govdata.de/dl-de/by-2-0)
  • Wittener Mietspiegel 2025, qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB, Stadt Witten, gültig ab 01.07.2025
  • Stadt Witten, Statistikstelle, Statistische Kurzinfo 01.2026 „Bevölkerung I“, Stand 31.12.2025

Die anderen sechs Stadtteile

  • Rüdinghausen 310 €/m² Bodenrichtwert, Median · 6.675 Einwohner
  • Heven 280 €/m² Bodenrichtwert, Median · 11.635 Einwohner
  • Bommern 260 €/m² Bodenrichtwert, Median · 8.525 Einwohner
  • Witten-Mitte 255 €/m² Bodenrichtwert, Median · 34.155 Einwohner
  • Herbede 250 €/m² Bodenrichtwert, Median · 12.761 Einwohner
  • Annen 235 €/m² Bodenrichtwert, Median · 17.996 Einwohner

Bodenrichtwerte: Median aller Wohnbau-Richtwertzonen des Stadtteils, Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der Stadt Witten, Stichtag 01.01.2026. Einwohnerzahlen: Stadt Witten, Statistikstelle, Stand 31.12.2025.

Alle sieben Stadtteile mit Boden, Preisen und Einwohnern nebeneinander: Wittener Stadtteile im Vergleich.

Fragen zu Stockum/Düren? Lass dich anrufen.

Name, Nummer und ein Zeitfenster — mehr wird nicht gefragt. Angerufen wird von 0201 20 20 01 in dem Fenster, das du dir aussuchst. Passt es dann doch nicht, genügt eine formlose E-Mail, und der Anruf wird gestrichen.

Eine Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird. Montag bis Donnerstag 9 bis 19 Uhr, freitags 9 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr.

Lieber persönlich? 0201 20 20 01 — die Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

Christian Gottschling hält einen Wohnungsschlüssel in der Hand, dahinter eine Wand mit Objektunterlagen

Du erreichst mich direkt.

Kein Callcenter, keine Assistenz, die erst zurückruft. Wenn du in Witten verkaufen willst, reden wir zuerst darüber, ob sich das gerade lohnt.

Christian Gottschling, Immobilienmakler für Witten

Christian Gottschling

Immobilienmakler für Witten, GOTTSCHLING Immobilien GmbH. Seit über 20 Jahren im Ruhrgebiet.

Stand der Daten: 01.01.2026 · Quelle: Gutachterausschuss Ennepe-Ruhr-Kreis über BORIS.NRW

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